El Bocho
"Color my City" - Tegernseerstraße 17 (Volksbank Raiffeisenbank Zentralverwaltung)
Der 1978 geborene Wahlberliner absolvierte ein Illustrations- und Typografiestudium, arbeitete jahrelang als Illustrator und Typograf, ist bereits seit 1997 inkognito unter dem Namen El Bocho als Künstler aktiv und gehört zu den Künstlern Berlins, die das Stadtbild mit ihrem unverkennbaren Stil prägen. Porträts junger Frauen, Little Lucy, ein kleines, ihre Katze quälendes Mädchen oder das gelbe Küken Pete wurden zum Markenzeichen des Künstlers El Bocho. Vor allem seine vielerorts bekannten Frauenporträts zeichnen sich durch eine enorme Farbigkeit, verlaufende Linien (Drips) und eine graphisch anmutende Struktur aus. Bis zu 4 Meter hohe, handgefertigte Plakate (Paste-Ups) platziert El Bocho an ausgewählten Orten im urbanen Raum. Dabei achtet er stets darauf, nicht direkt in das Stadtbild einzugreifen und es zu verändern, sondern es viel mehr mit Hilfe seiner Kunst auf subtile Art und Weise zu ergänzen. Die Themen seiner Arbeiten greift der Künstler direkt aus seinem eigenen Umfeld: das Großstadtleben, der Alltag, Sehnsüchte, vergangene Lieben, Freuden oder Hoffnungen der Menschen spiegeln sich in vielen seiner Werke wider. Für viele seiner Arbeiten im urbanen Raum, gibt es ein Gegenstück auf Leinwand, während es wiederum auch Leinwandarbeiten gibt, die vollkommen unabhängig von Arbeiten auf der Straße entstanden sind. Dem Künstler gelingt es, die Thematik und Atmosphäre seiner Straßenkunst auf der Leinwand einzufangen, bisweilen zu erweitern.
Bereits 2014 hinterließ El Bocho im Rahmen der Ausstellung "WandWand" ein Kunstwerk, damals allerdings in der Städtischen Galerie. Anlässlich von *transit art 2022 wurde das Werk wieder freigelegt. Verfolgt hier den Prozess!